Wissen Sie noch, die klassische Stempelkarte aus Papier? Die, bei der nach zehn Stempeln ein Gratis-Kaffee winkte? Jahrzehntelang war das der Inbegriff von Kundenbindung. Aber Hand aufs Herz: Heute wirkt das eher nostalgisch als überzeugend, oder? Kundinnen und Kunden erwarten längst mehr als eine reine Transaktion – sie wollen ein Erlebnis.
Genau hier wird das Ganze sprichwörtlich zum Spiel. Das alte, rein transaktionale Modell macht Platz für dynamische gamifizierte Kundenbindungsprogramme, die aus langweiligen Routinekäufen unterhaltsame, belohnende Interaktionen machen.
Warum traditionelle Kundenbindungsprogramme ins Hintertreffen geraten
Denken Sie an das klassische „Zehn kaufen, eins gratis“. Funktioniert – klar. Aber begeistert es? Eher nicht. Der Ablauf ist passiv: Man sammelt Stempel nebenbei, ohne groß darüber nachzudenken, und die Belohnung fühlt sich oft ewig weit weg an.
Das ist, als würde man Ihnen sagen: „Den Keks gibt’s umsonst – wenn Sie vorher zehn Meilen laufen.“ Der Weg ist Pflichtprogramm, kein Abenteuer. Und genau deshalb schafft dieser Ansatz selten eine echte, emotionale Bindung an eine Marke.
Heute, besonders bei jüngeren Zielgruppen, sind interaktive digitale Erlebnisse der Standard. Sie wollen nicht nur fürs Ausgeben belohnt werden – sie wollen Teil von etwas sein. Die klassische Stempelkarte verschenkt dabei riesiges Potenzial: Sie könnte Markenmomente unterhaltsam, einprägsam und sogar teilbar machen. Stattdessen behandelt sie Loyalität wie eine Quittung – nicht wie eine Beziehung.
Vom passiven Sammeln zum aktiven Mitspielen
Gamifizierte Loyalitätsprogramme drehen das Prinzip komplett um. Sie verwandeln die Customer Journey von einer langweiligen To-do-Liste in ein motivierendes Spiel. Statt nur Punkte zu sammeln, lösen Kundinnen und Kunden plötzlich Challenges, verdienen Abzeichen für Erfolge oder klettern in Ranglisten nach oben.
Das ist kein Gimmick, sondern eine kluge Antwort darauf, wie Menschen ticken. Es spricht direkt unser Bedürfnis nach Fortschritt, nach kleinen Erfolgen, nach Anerkennung – und ja, auch nach freundschaftlichem Wettbewerb.
Wenn Unternehmen spielerische Elemente hinzufügen, verändert sich die Frage im Kopf des Kunden von „Was bringt mir das?“ zu „Was mache ich als Nächstes?“. So entsteht eine aktive, nach vorn gerichtete Beziehung – und Loyalität, die wirklich hält.
Auch die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 77 % der Verbraucher sagen, dass sie eher bei Programmen bleiben, die gamifizierte Funktionen bieten. Außerdem binden 87 % der Programme, die solche Mechaniken nutzen, mehr Kunden als Programme ohne Gamification. Das ist eine bewährte Wachstumsstrategie. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, lohnt sich ein Blick in weitere Statistiken zu Treueprogrammen, um den gesamten Effekt zu verstehen.
Tiefere Kundenbeziehungen aufbauen
Am Ende geht es nicht nur darum, etwas zu verschenken. Es geht darum, positive Gefühle und Erinnerungen zu schaffen, die Menschen mit Ihrer Marke verbinden. Wenn jemand eine besondere Auszeichnung freischaltet oder eine witzige Aufgabe erledigt, entsteht dieses kleine Hochgefühl – ein Mini-Sieg. Und genau dieses gute Gefühl wird mit Ihrem Unternehmen verknüpft.
So entsteht ein starker Kreislauf: Kundinnen und Kunden fühlen sich nicht nur für ihre Einkäufe wertgeschätzt, sondern auch für ihre Teilnahme. Das schafft Gemeinschaft – und macht aus gelegentlichen Käufern echte Fans, die neugierig sind, was als Nächstes kommt.
Wie die Kernmechanismen der Gamification das Engagement fördern
Wie funktionieren gamifizierte Treueprogramme also wirklich? Die „geheime Zutat“ ist eine Handvoll Kernmechaniken, die an grundlegende menschliche Psychologie andocken – und einen einfachen Kauf in ein aktives, positives Erlebnis verwandeln. Das sind die Bausteine, die Aufmerksamkeit erzeugen und dafür sorgen, dass Menschen wiederkommen.
Im Kern legt Gamification einfach eine Schicht „Spaß“ über alltägliche Handlungen. Eine Transaktion ist dann nicht mehr nur eine Transaktion – sie ist ein Schritt Richtung Ziel. Diese kleine Verschiebung kann eine Kundenbeziehung von „rein funktional“ zu „interaktiv und belohnend“ verändern.
Diese Infografik bringt den Unterschied zwischen klassischer Loyalität und dem aktiven, gamifizierten Ansatz auf den Punkt.

Man sieht es sofort: Traditionelle Loyalität ist oft ein langsames, schnell vergessenes Abhaken. Gamified Loyalty hingegen ist als spannende, zielorientierte Reise gedacht. Schauen wir uns die wichtigsten Elemente an, die das möglich machen.
Punkte und Fortschrittsbalken
Punkte sind die einfachste Mechanik – sie sind eine klare „Punktetafel“ für Fortschritt. Für jeden Kauf oder jede Aktion gibt es Punkte, und Kundinnen und Kunden bekommen sofort positives Feedback. Dieses simple System vermittelt das Gefühl: „Ich komme voran.“
Fortschrittsbalken machen genau diesen Weg sichtbar. Zu sehen, wie sich ein Balken füllt, wenn man einer Belohnung näherkommt, motiviert enorm. Es beantwortet sofort die Frage: „Wie nah bin ich dran?“ – und liefert einen starken Impuls, den nächsten Schritt zu machen und die Lücke zu schließen.
Abzeichen und Erfolge
Abzeichen und Trophäen sind virtuelle High-Fives. Sie haben vielleicht keinen direkten Geldwert, aber sie würdigen Einsatz und Treue. Ein „Superfan“-Abzeichen für fünf Besuche im Monat bringt Anerkennung – und ein kleines bisschen Status.
Diese sichtbaren Symbole für Erfolge treffen unser Bedürfnis nach Anerkennung. Sie geben Kunden das Gefühl, gesehen und geschätzt zu werden, stärken die emotionale Bindung und machen Lust darauf, den nächsten Meilenstein zu knacken.
Wenn Sie das in der Praxis sehen wollen, schauen Sie sich an, wie beliebte Apps Nutzer langfristig bei der Stange halten. Allein das Prinzip eines einfachen Habit-Trackers liefert spannende Ideen, wie man Gamification-Mechaniken fürs Engagement gezielt nutzen kann.
Leaderboards und Quests
Leaderboards bringen einen sozialen, wettbewerblichen Funken hinein. Wenn Kundinnen und Kunden sehen, wo sie im Vergleich zu anderen stehen, spricht das den Wunsch an, sich zu verbessern und aufzusteigen. Dieser freundliche Wettbewerb kann Aktivität deutlich erhöhen – weil viele einfach „noch ein Stück nach oben“ wollen.
Quests oder Challenges geben klare, strukturierte Ziele. Statt Punkte zufällig zu sammeln, könnte es heißen: „Probieren Sie ein neues Produkt“ oder „Kommen Sie dienstags für Bonuspunkte“. Dadurch fühlt sich die Teilnahme gezielter an – und macht mehr Spaß.
Damit das Ganze greifbar wird, hier eine Übersicht über die gängigsten Mechaniken, den psychologischen Hebel dahinter und das jeweilige Unternehmensziel.
Schlüsselmechaniken der Gamification und ihr Zweck
| Spielmechanik | Psychologischer Antrieb | Geschäftsziel |
|---|---|---|
| Punkte | Sofortige Belohnung & Fortschritt | Wiederholungskäufe und häufige Interaktionen fördern. |
| Fortschrittsbalken | Zielvisualisierung & Motivation | Engagement steigern, um die nächste Belohnung schneller zu erreichen. |
| Abzeichen | Anerkennung & Status | Erfolgsgefühl stärken und Markentreue fördern. |
| Leaderboards | Wettbewerb & Social Proof | Aktivität durch freundschaftlichen Wettbewerb erhöhen. |
| Quests/Challenges | Sinn & Achievement | Verhalten gezielt lenken (z. B. neues Produkt testen). |
| Levels/Tiers | Status & Exklusivität | High-Value-Kunden belohnen und andere zu mehr Umsatz motivieren. |
Wenn Sie diese Elemente geschickt kombinieren, entsteht ein Programm, das sich weniger nach Marketing anfühlt – und mehr wie ein unterhaltsamer Teil Ihrer Markenerfahrung.
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, können Sie verschiedene Treue-Gamification-Strategien erkunden, die zu Ihrem Unternehmen passen. Genau diese Kombination aus Mechaniken ist der Schlüssel zu Treueprogrammen, die nicht nur belohnen, sondern echte Erinnerungen schaffen.
Die Psychologie hinter gamifizierten Treueprogrammen

Gamifizierte Treueprogramme sind kein „Trick“ – sie funktionieren, weil sie an ganz menschliche Bedürfnisse anknüpfen. Im Kern sprechen sie unser Verlangen nach Leistung, Fortschritt und Anerkennung an.
Denken Sie an das gute Gefühl, wenn Sie etwas auf Ihrer To-do-Liste abhaken oder ein kniffliges Problem endlich lösen. Gamification überträgt exakt dieses Gefühl auf das Kundenerlebnis – und macht aus einem Routinekauf einen kleinen, zufriedenstellenden Erfolg.
Die Kraft positiver Verstärkung
Jedes Mal, wenn jemand Punkte erhält, ein Abzeichen freischaltet oder eine Challenge abschließt, gibt es im Gehirn einen kleinen Dopamin-Kick – der Stoff, der mit Freude und Belohnung verbunden ist. Daraus entsteht eine starke Schleife positiver Verstärkung: Handlung (z. B. Kaffee kaufen), unmittelbare Belohnung (Punkte erscheinen auf dem Handy).
Dieses schnelle Feedback fühlt sich gut an – und macht Lust auf mehr. Der Kreislauf ist simpel, aber wirksam: handeln, belohnt werden, wiederholen. Genau das ist deutlich motivierender als die klassische Stempelkarte, bei der die Belohnung weit weg und irgendwie „abgekoppelt“ wirkt.
Durch sofortiges, befriedigendes Feedback für gewünschte Aktionen bauen gamifizierte Treueprogramme Gewohnheiten auf. Kundinnen und Kunden verbinden Ihre Marke mit Erfolgserlebnissen und Zufriedenheit – und das ist die Basis echter, langfristiger Loyalität.
Grundlegende menschliche Bedürfnisse treffen
Gamification geht über reine Rabatte hinaus. Sie spricht tiefere psychologische Treiber an, die unser Verhalten jeden Tag beeinflussen. Ein gut gemachtes Programm ist so aufgebaut, dass es mehrere zentrale Motivatoren trifft – und Menschen dadurch langfristig bindet.
Diese Programme zahlen auf mehrere Bedürfnisse ein:
- Bedürfnis nach Leistung: Eine digitale Trophäe oder ein „VIP“-Status ist nicht nur Deko. Es erfüllt den Wunsch, etwas erreicht zu haben – und zeigt sichtbar: „Deine Treue wird gesehen.“
- Wunsch nach Meisterschaft: Fortschrittsbalken und Level geben einen klaren Weg vor. Zu sehen, wie der Balken wächst, motiviert, „aufzuleveln“ – und stillt unser Bedürfnis, besser zu werden und Herausforderungen zu meistern.
- Soziale Bestätigung: Ranglisten und teilbare Erfolge schaffen Wettbewerb und Gemeinschaft. Der Vergleich mit anderen zahlt auf Status und Zugehörigkeit ein – zwei sehr menschliche Grundbedürfnisse.
Wenn diese psychologischen Treiber mit Ihren Geschäftszielen zusammenpassen, entstehen gamifizierte Treueprogramme als echte Win-win-Lösung: Sie fördern Besuche und Umsatz – und Kundinnen und Kunden bekommen ein Erlebnis, das Spaß macht und emotional hängen bleibt. So entstehen nicht nur Transaktionen, sondern echte Communities.
Real-World-Beispiele für gamifizierte Treueprogramme
Theorie und Psychologie sind das eine – aber sobald man gamifizierte Treueprogramme in der Praxis sieht, wird alles sofort klar. Einige der größten Marken der Welt machen das hervorragend und verwandeln alltägliche Interaktionen in Erlebnisse, die Menschen wirklich gerne nutzen.
Schauen wir uns an, wie ein paar große Player Gamification für sich nutzen. An ihren Beispielen erkennt man, wie verschiedene Mechaniken zusammen ein System ergeben, das einfach funktioniert. Und das ist nicht nur etwas für Tech-Giganten – es ist für jedes Unternehmen spannend, das Kunden aktiver einbinden möchte.
Die Domino’s Pizza Challenge
Domino’s hat etwas extrem Cleveres gemacht: Sie haben den Bestellprozess selbst zum Spiel gemacht. Aus einer eher nüchternen Aufgabe – Pizza bestellen – wurde eine interaktive Challenge. Das Programm belohnt weiterhin Bestellungen, legt aber Quests und Achievements oben drauf, die Kunden zum Wiederkommen animieren.
Das Ergebnis war beeindruckend. Weil sich der Pizzakauf plötzlich wie ein Spiel anfühlte, verzeichnete Domino’s in nur einem Quartal eine Umsatzsteigerung von 11,7 % und gewann Millionen neue Mitglieder. Ein perfektes Beispiel dafür, wie man Business-Ziele mit Spaß-Mechaniken verbindet. Mehr dazu finden Sie in den Erfolgsbeispielen gamifizierter Treueprogramme auf clevertap.com.
Starbucks Rewards und Fortschritt als Motor
Starbucks hat Gamification in Treueprogrammen praktisch mitdefiniert – vor allem, weil sie das Gefühl von Fortschritt perfekt umsetzen. In der App geht es darum, „Stars“ zu sammeln, die sich sichtbar und befriedigend aufbauen.
Und Starbucks geht weiter: Es gibt regelmäßig Quests und Challenges, zum Beispiel „Bonus Stars“ fürs Probieren eines neuen Drinks oder für mehrere Besuche hintereinander. Das schafft konkrete Kurzfrist-Ziele und lenkt Verhalten – etwa hin zu häufigeren Besuchen.
Durch die Kombination aus einfachem Punktesystem und zeitlich begrenzten Challenges erzeugt Starbucks permanent Vorwärtsdrang. Kundinnen und Kunden sammeln nicht nur passiv – sie arbeiten aktiv auf die nächste Belohnung hin. Und genau so bleibt die Marke präsent.
Sephoras Beauty Insider Quests
Auch Sephora liefert ein starkes Beispiel: Das Beauty-Insider-Programm macht nicht nur Einkaufen, sondern sogar das Entdecken im Store zu einer Reihe kleiner Quests. Punkte gibt es nicht nur für Käufe, sondern auch für Aktionen wie das Mitnehmen einer Probe oder die Teilnahme an einem Event.
Das ist aus zwei Gründen besonders clever:
- Es fördert Entdeckung: Quests führen Kunden zu Produkten und Services, die sie sonst vielleicht übersehen hätten.
- Es vertieft die Bindung: Weil auch Aktivitäten jenseits des Kaufens belohnt werden, entsteht eine viel intensivere, interaktivere Beziehung zur Community.
Die Resultate waren stark: ein 30%iger Zuwachs bei den Mitgliedern des Treueprogramms. Diese Marken sind nur einige Beispiele dafür, wie Gamification echte Wettbewerbsvorteile schafft. Weitere Inspiration finden Sie in diesen einzigartigen und erfolgreichen Beispielen für Kundenbindungsprogramme 2025.
Hier ist der neu geschriebene Abschnitt, der so gestaltet wurde, dass er wie ein erfahrener menschlicher Experte in einem natürlichen, einnehmenden Ton klingt.
Das Marktwachstum von Gamification in der Wirtschaft
Die Erfolgsgeschichten großer Marken sind keine Zufallstreffer. Sie sind Teil eines massiven Wandels in der Frage, wie Unternehmen Kundinnen und Kunden langfristig binden. In gamifizierte Kundenbindungsprogramme zu investieren, ist längst keine schräge Spielerei mehr – sondern eine strategische Entscheidung mit spürbarer Marktdynamik.
Und das ist kein kurzer Hype. Die Zahlen sind so eindeutig, dass gerade kleinere Unternehmen sie nicht ignorieren sollten. Der Gamification-Markt wächst rasant – und das zeigt: Kundenerwartungen verändern sich grundlegend. Wer jetzt einsteigt, baut Zukunft auf. Wer zögert, läuft Gefahr, abgehängt zu werden.
Ein schnell expandierender Markt
Finanzdaten zeigen sehr klar, wohin die Reise geht. Der globale Gamification-Markt legt stark zu – ein Hinweis darauf, dass Unternehmen branchenübergreifend echte Ergebnisse sehen, wenn sie Interaktionen spannender und „spielbarer“ machen.
Ein Blick auf die Prognosen: 2025 lag der Markt bei 15,43 Milliarden US-Dollar und soll bis 2029 auf 48,72 Milliarden US-Dollar wachsen. Das sind über 200 % Plus in nur vier Jahren. Gleichzeitig soll der breitere Loyalty-Markt bis 2029 155,22 Milliarden US-Dollar erreichen und jährlich um 15,9 % wachsen. Mehr dazu finden Sie in diesen Gamification-Statistiken und ihren Auswirkungen auf das Unternehmenswachstum.
Das sind keine abstrakten Kennzahlen. Sie zeigen, wohin Budgets tatsächlich fließen. Unternehmen investieren so stark in Gamification, weil sie funktioniert – mit messbaren Effekten auf Bindung und am Ende auf Umsatz.
Technologie ist der Brandbeschleuniger
Was treibt diesen Boom? Vor allem: Technologie wird leistungsfähiger – und zugleich zugänglicher. Was früher nur Großkonzernen möglich war, können heute auch kleine und mittlere Unternehmen umsetzen. Das macht es einfacher denn je, moderne Engagement-Strategien auszurollen.
Gerade KI und Hyper-Personalisierung geben diesen Programmen einen echten Turbo. KI kann Verhalten auswerten und Challenges sowie Rewards maßschneidern – deutlich wirksamer als Standardangebote für alle.
Stellen Sie sich vor, ein Café erkennt per KI, dass ein Kunde immer Latte bestellt. Statt einer generischen Aktion bekommt er eine persönliche Challenge: „Probieren Sie diese Woche unseren neuen Espresso-Drink und sichern Sie sich 50 Bonuspunkte.“ Genau solche Impulse wirken besonders, erhöhen die Teilnahmequote – und vertiefen die Markenbindung.
Wie Sie Ihr eigenes gamifiziertes Treueprogramm erstellen

Der Einstieg in gamifizierte Treueprogramme klingt oft größer, als er ist. Entscheidend ist ein klarer Plan – und dass Sie Schritt für Schritt aufbauen. Bevor Sie über Abzeichen, Levels oder Ranglisten nachdenken, sollten Sie eine einzige, entscheidende Frage beantworten: Was genau wollen Sie erreichen?
Ihr zentrales Geschäftsziel steuert jede Entscheidung. Geht es um häufigere Besuche? Um einen höheren Warenkorb? Um Aufmerksamkeit für ein neues Produkt? Wenn das klar ist, haben Sie Ihre Leitplanke.
Danach kommt der wichtigste Teil: Verstehen, was Ihre Kundschaft motiviert. Was fühlt sich für sie wirklich gut an? Ein knallhartes Leaderboard kann bei manchen funktionieren – bei anderen wirkt es abschreckend. Manchmal reicht ein sauber visualisierter Fortschritt bis zum Gratis-Kaffee, um genau den richtigen Nerv zu treffen.
Einfach starten – und dann ausbauen
Sie müssen nicht sofort ein komplexes System mit zehn Mechaniken launchen. Im Gegenteil: Klein zu starten ist oft der beste Weg. Zu viel Komplexität überfordert schnell – sowohl Kunden als auch Ihr Team.
Der beste Ansatz: Wählen Sie ein bis zwei Mechaniken, die Ihr Hauptziel direkt unterstützen.
Ein sinnvoller Start könnte so aussehen:
- Ein einfaches Punktesystem: Der Klassiker und das Fundament vieler Programme. Punkte pro Einkauf liefern sofortiges, positives Feedback.
- Machbare Challenges: Eine klare Einstiegsaufgabe wie: „Besuchen Sie uns drei Mal diesen Monat und erhalten Sie eine Bonusprämie.“ Das ist verständlich, erreichbar und motivierend.
Diese Bausteine sind für Kunden leicht zu verstehen und für Sie leicht umzusetzen. In unserem Leitfaden zu digitalen Kundenkarten sehen Sie, wie viel Wirkung schon einfache Tools entfalten können.
Ziel ist, früh kleine Erfolgserlebnisse zu schaffen, die Menschen „reinziehen“. Wenn Kundinnen und Kunden merken, wie leicht und lohnend das Mitmachen ist, können Sie später Features wie Levels, besondere Abzeichen oder zeitlich begrenzte Quests ergänzen.
Wählen Sie Mechaniken, die zu Ihrer Marke passen
Die Mechaniken sollten sich anfühlen, als gehörten sie zu Ihrer Marke – nicht wie ein aufgesetztes Extra. Eine verspielte, energiegeladene Marke kann mit „Spin-to-win“-Aktionen punkten, während eine Premium-Marke eher über exklusive Stufen und statusbasierte Vorteile überzeugt.
Viele Software-as-a-Service (SaaS)-Unternehmen nutzen solche Strategien bereits sehr kreativ, um Abonnenten aktiv zu halten. Inspiration finden Sie in diesen SaaS-Strategien zur Kundenbindung – vieles lässt sich auf andere Branchen übertragen.
Unterm Strich sollte Ihr Programm die Balance schaffen: Es muss Spaß machen – und echten Wert liefern. Mit einem klaren Ziel, einem guten Verständnis Ihrer Zielgruppe und einem schrittweisen Aufbau entwickeln Sie ein gamifiziertes Erlebnis, an dem Menschen wirklich gerne teilnehmen.
Haben Sie Fragen zu gamifizierten Kundenbindungsprogrammen?
Sie überlegen, Ihrem Loyalty-Programm mehr Spiel und Spaß zu geben? Dann kommen meist ganz ähnliche Fragen auf. Hier die wichtigsten – klar beantwortet.
Was ist der größte Vorteil eines gamifizierten Treueprogramms?
Der wichtigste Vorteil ist ganz simpel: deutlich mehr Engagement.
Wenn sich das Sammeln von Rewards wie ein Spiel anfühlt – statt wie ein Pflichtprogramm – wollen Menschen mitmachen. Sie interagieren häufiger und bewusster mit Ihrer Marke, als es ein klassisches „Punkte sammeln“-System je schaffen würde. Und genau diese aktive Teilnahme ist die Grundlage echter, langfristiger Loyalität.
Ist das nicht nur etwas für große Unternehmen?
Überhaupt nicht. Gamifizierte Kundenbindungsprogramme sind gerade für kleine Unternehmen extrem wirksam.
Dank benutzerfreundlicher Tools brauchen Sie weder Riesenbudget noch Tech-Team. Digitale Stempelkarten, Fortschrittsbalken oder einfache Challenges können bereits enorme Effekte haben – ohne „Konzernpreis“. So lässt sich Kundenbindung professionell aufbauen, auch im kleinen Rahmen.
Ein weit verbreiteter Irrtum: Gamification sei teuer und kompliziert. In der Praxis starten viele der erfolgreichsten Programme mit ein oder zwei einfachen Ideen, die perfekt zur Zielgruppe passen – und auf ein klares Ziel einzahlen.
Okay – wie starte ich am besten?
Starten Sie klein und konkret. Definieren Sie zuerst ein einziges Ziel – zum Beispiel: Kunden sollen im Monat einmal häufiger vorbeikommen.
Dann wählen Sie eine einfache Mechanik, die zu Ihrer Marke passt: Punkte pro Einkauf, ein Abzeichen beim fünften Besuch oder eine kleine Monats-Challenge. Wichtig ist nur: klarer Nutzen, einfache Teilnahme, gutes Gefühl.
Bereit für ein Treueprogramm, das Ihre Kunden wirklich gern „spielen“? Mit BonusQR können Sie Ihr eigenes gamifiziertes Kundenbindungsprogramm in wenigen Minuten starten. Bauen Sie ab heute stärkere Kundenbeziehungen auf: https://bonusqr.com.
